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Aber da hörten die Schläge plötzlich auf, der Druck in seinem Kopf ließ nach und allmählich verging auch das nervende Rauschen. Dann sah er helles Licht und roch widerlichen Gestank. Und plötzlich erinnerte er sich, wo er war. Er schlug die Augen auf und schnappte, wie ein Fisch, nach Luft. Kräftige Pranken zerrten ihn hoch und ließen ihn wieder fallen. Auf allen Vieren kam er zum Liegen, sein Atem ging schwer. Er sah sich nackt auf kaltem Boden und litt furchtbare Schmerzen. Jeden Körperteil ging er in Gedanken durch und überlegte, welcher Schmerz wohl der Schlimmste war. Doch er fand keinen Unterschied. Er hatte Lippen, die so geschwollen waren, dass er sie nur mühsam öffnen konnte, gebrochene Wangenknochen und aufgequollene Augen, die kaum etwas sahen. Die Rippen schmerzten ihm ebenso, wie seine Hüfte oder die gebeugten Beine, die vor Schwäche zitterten. Alles an ihm schien eine einzige Wunde zu sein. Kraftlos rutschte er plötzlich in sich zusammen und krachte mit der Stirn auf den Boden. Ein klagendes Stöhnen entfuhr seiner Brust und es schien, als würde ihn der Atem des Todes streifen. Da packte jemand sein Genick, zog in hoch und riss seinen Kopf schmerzhaft nach hinten. Ein Schwall Wasser traf ihn im Gesicht. Wieder schnappte er nach Luft und kam langsam zu sich. Zwischen den aufgequollenen Lidern sah er eine muskelbepackte Kreatur, mit buschiger Mähne und glutroten Augen, die ihn anstarrte und vor Zorn bebte. »Öffne deinen Augen, Mensch! Und sie, was dein Weibchen erwartet, wenn du nicht redest!« knackten und Hesaret fast die Sinne schwanden. Sein Blick fiel auf Ensine und augenblicklich schossen ihm die Tränen in die Augen. |
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