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Der träumerische Igel. Die Elegie
von Markiewicz Pawel >>
Ich verlor einen anmutigen Igel im letzten Sommer.
Ich kann nur über Nacht träumen – trauern.
Der unverwelkliche Leichnam lag im Gras, der Weise.
Obendrein war es die Zeit der Blauen Stunde.
Mein Leben wurde unendlich lunar-schwarz.
Der Mond schien blass ohne Bezaubertsein.
Der Erlkönig weinte bei Morgenröte, Morgen, Tau und Stern.
Die Finsternis ovidisch-zart seinetwegen.
Die Zeit ohne den Igel ist sehr traurig.
Die Barden singen Lieder sanfter Nächte zart.
Der Igel verweilt im verträumten Paradies,
träumend von Bezauberung des Schmetterlings.
Der Chor: Verzaubre, grazile Fledermaus, die Ontologie der Nächte!
Die trauernde Träumerei liegt, mitsamt den Perlenfunken – dem Friedhofe.
Lebe lange! O Igelgeist, ein Anzeichen der schwärmerischen Geister.
Ich und dies Tier sind trunken von erträumten Flügeln,
eingehüllt in die Zärtlichkeit der Jenseits-Nebel, der mondklaren Sterne.
10. Juli 2023 |
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