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Lyrik > Menschen

Pauke und Vitrine

von Cornelia Studer >>

Pauke und Vitrine

Denkst ich sei eine zahme Puppe,
würd in der Vitrine hocken bleiben,
Tag für Tag und Nacht für Nacht,
im gebügelten Biedermeierkleid,
mit Spitzenhäubchen auf dem Kopf,
ganz Rüschenfältelchen gesäumt,
brav Satinmäschelchen am Schuh.
Doch ich bin voll innerer Wucht,
haue auf die grosse Pauke heftig,
dass alles bebt, ziterrt, schwankt,
und mein Vitrinen Glas laut klirrt.
Ach, du wirst dich böse wundern,
wieso hast du mir nichts zugetraut?
Doch nun genug für den Moment,
ich geh in die Vitrine wieder hinein,
lächle als sei rein gar nichts gewesen,
und ich das blasse, stille Mägdelein,
von dem du meinst, dass ich es sei.
HAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHA!


12. September 2017
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