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Flucht durch sandige Erde
von Heidrun Gemähling >>
Flucht durch sandige Erde
Ausgedörrte Tränen,
tote Leiber mit starren Blicken
liegen im heißen Sand,
barbarisch schwebt das Grauen
durch staubige Weiten,
blutige Gefechte ereilen Seelen,
die gerade noch Essen zubereiteten,
jetzt, eingehüllt von Sandstürmen
zu Gräbern geformt werden,
Unschuld ungehört zum Himmel schreit.
Flüchtende ziehen furchtsam vorüber,
Ausgemergelte mit Kindern an der Hand,
am Rücken das Wenige,
den Kopf voll Not,
erblicken sie rückblickend einen
brennenden zersprengten Horizont,
dessen bestialische Gewalten
Massen ins Ungewisse drängt,
ins Verderben,
in Hunger und Not.
© Heidrun Gemähling
3. Dezember 2012 |
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