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Kurzgeschichten > Wahre Geschichten
denkwürdigen Tages entzieht sich, wie ich im Nachhinein leicht beschämt gestehen muss, weitestgehend meiner Erinnerung (ich bin eben doch noch kein richtiger Kölner, der das eher auf die leichte Schulter nehmen würde). Ich weiß nur noch, dass ich am nächsten Morgen mit dröhnendem Schädel (Kopping, wie der Kölner sagt), kratzigem Hals und schmerzenden Knien erwachte – zum Glück in meinem eigenen Bett und zum Glück (oder leider?) allein. Stöhnend schlug ich die Bettdecke zurück und musste erschrocken feststellen, dass beide Knie aufgeschlagen und Blut verkrustet waren. Mein Gott, wie bin ich bloß nach hause gekommen? fragte ich mich entsetzt. Dann wurde mir plötzlich speiübel und ich schaffte es gerade noch rechtzeitig zur Toilette, wo ich mehr oder weniger den Rest des Tages zubrachte. Kein guter Start in die Session. Anfänger eben. Die verbleibende Woche war ich krank geschrieben, was mir natürlich ziemlich peinlich war. Doch noch peinlicher wäre es mir gewesen, völlig verkatert und mit dem fetten Brillenhämatom, das unerklärlicherweise mein Gesicht zierte, im Büro zu erscheinen und mich womöglich spöttischen Kommentaren auszusetzen. So beschloss ich reumütig, die restliche Session mit Nichtbeachtung zu strafen und weitestgehend karnevals- und alkoholabstinent zu bleiben - sofern ein solcher Vorsatz in dieser Stadt überhaupt praktikabel ist. Immerhin dauerte es knapp zwei Monate, bis ich rückfällig und erneut vom Karnevalsfieber gepackt wurde. Meine Kollegen hatten mir zu meinem Geburtstag Anfang Januar ihre gesammelten Karnevalslieder als MP3s geschenkt und dazu sämtliche Liedtexte auf dem Bürodrucker ausgedruckt. Ich erkannte den Wink mit dem Zaunpfahl, stand doch in
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