Kurzgeschichten > Philosophie |
 |
|
Wieder so ein Tag der anderen
von Ste >>
Wieder so ein Tag, an dem alles zu glitzern und zu glänzen scheint. Nur ich bin wieder einmal der schwarze Fleck auf der Linse…
Wie schon so oft sitze ich irgendwo im Nirgendwo, versuche meinen Gedanken Formen zu verleihen und starre blicklos in die Leere. Meine schlechte Laune lasse ich mir von keinen zwitschernden Vögeln vermiesen. Kein kitzelnder Sonnenstrahl ist imstande, Wärme in mir auszulösen. Kein Lächeln, das mir entgegengeworfen wird, zieht meine Mundwinkel nach oben. Wieder so ein Tag, an dem ich das Leben tief in mir spüren will. Ich stürze mich in meine Traumsucht und lasse mich von ihr dahinraffen. Je stärker ich auf andere Menschen – andere – wirke, desto schwächer scheine ich. Doch frage ich mich: Wo ist der Unterschied zwischen stark und schwach? Viele Schwächen zeichnen sich dadurch aus, die Stärke des jeweiligen Menschen zu sein. Wer zu stark scheint, wird von den Anderen – immer diese Anderen – als schwach eingeschätzt. Ihm wird eine Hülle vorgeworfen, hinter der er seine Schwächen zu verstecken versucht. Wie perfid muss die Welt sein?! Ich bin mir manchmal selber nicht mehr Herr genug. Ich schwimme mit dem Strom. Aber trotzdem. Manchmal halte ich mich an einem herabhängenden Ast fest, um in Ruhe beobachten zu können. Und ich vergesse nie. Zwischendurch lasse ich mich wieder fallen und das Spiel beginnt von neuem. Ein Spiel ohne Regeln und Schiedsrichter. Ein Spiel, das man verliert, wenn man nicht mitspielt. Wie die Liebe. In unserem Spiel, spielen wir mit den Anderen. Die Aussenseiter sitzen auf der Ersatzbank. Doch ein Spiel ohne Zeitlimit und Abgrenzung, lässt keine Einwechslungen zu. Einmal draussen, immer draussen. Sagen die Anderen. Egal, |
 |
|
Seite
von 2 |
|
 |
Kommentare (0) |
|