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Diiudicatio
von Sitica
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Wolkenloser, total blauer Himmel.
Sie fühlt den Wind hinter sich. Er weißt Ihr den Weg. Nach vorne. Vielleicht nach unten. Sie spürt wie er kalt, schnell und fordernd über Ihre Haut huscht. Wie er Sie berührt. Jedes einzelne Ihrer Härchen knickt. Sie lehnt sich nach hinten und wird von ihm gehalten. Sie liegt in ihm. Sie wiegt sich in ihm. Einen wohligen Schauer jagt er Ihr über die Haut. Sie bekommt Gänsehaut. Geborgen fühlt Sie sich. Im Wind geborgen.
Ihr gegenüber erhebt sich majestätisch, groß und in alle Richtungen strahlend, die glühende Sonne. Unzählbar viele Strahlen finden in ihr ihren Ursprung. Alle Farben bündeln sich in ihr zu gleißendem Weiß. Golden benetzt das Licht Ihr Gesicht. Zart wärmt es Ihre weiche Haut. Die Sonne strahlt, vor reiner Energie. Vor Lebensenergie.
Sie fühlt sich von ihr magisch angezogen. Zu ihr will Sie gelangen. Zu ihr fliegen. In ihr und ihrem gleißendem Licht vergehen, aufgehen.
Nur einen Schritt müsste Sie machen und Sie hätte keinen Boden mehr unter den Füßen. Nur einen Schritt wagen und Sie hätte es geschafft. Einfach loslassen und fliegen. Schon immer wollte Sie fliegen können. Frei sein.
Das Blut zirkuliert in Ihrem Körper. Sie fühlt es fließen. Sie hört Ihr Herz klopfen. Ja Sie müsste es nur wagen. Sie muss nur Ihre Flügel ausbreiten und fliegen. Gleiten. Wie ein Adler. Ein Schritt nur.
Eine kleine Entscheidung.
Ein Stein will Sie sein. Kein Blatt. Wie ein Stein zum Grund, will Sie streben. Nicht wie ein Blatt.
Hinter Ihrem Auge fließt unter Ihr ein Bach. Ein Fluß. Ein Strom. Ein Meer. Und ein Rinnsal.
Ein Stein sein. Ein Vogel sein. Ein Adler. Fliegen.
Jeder der unzählbaren Sonnenstrahlen ermutigt Sie.
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