writtenby.ch - Freies Texte Portal

Startseite

Texte
Kurzgeschichten
Lyrik
Romane
Experimentelles

Suchen
Texte
Autoren

Autorenbereich
Publizieren
Registrieren
Regeln

Writtenby
Datenschutz
Gönner werden
Impressum & Kontakt
 
Kurzgeschichten > Philosophie

Brieflein an den Onkel Thaddäus

von Markiewicz Pawel >>

Lieber Onkel! So deine Seele nach einer ewiglich sanftmütigen Erfüllung sucht, vollzieht sich eben deine kleine Ewigkeit hienieden. Und ich will meine Ewigkeit auf Eden deinethalben und um meiner Träume willen wachrufen. Ich bin willens, einen zu philosophierenden Brief mit Reflexionen über Mensch niederzuschreiben. Aus meinem vorherigen Essaylein geht hervor, dass vielerlei Wege zu einer Menschwerdung führen, wozu man Philosophie, Religion, Dichtkunst (auch die Literatur im Allgemeinen) und daneben eine Träumerei zählt, die jedermann zugänglich zu sein scheinen.
Die Literatur, sich stützend auf eine Schönheit, ist immer lobenswert. Literaten sind verantwortlich für einen Zaubergeist einer Ästhetik, der sowohl in einer Ontologie der Geschichte als auch in der zarten Ewigkeit verwurzelt ist. Die Literatur bringt alle Paradiese (bestimmt für all Bekenntnisse auch Verehrer der Altertumsgötter!) näher. Du kannst dank der Literatur, auch träumen, verehrter Thaddaeus!. Also eine besondere Rolle spielten und spielen immer noch die Literaten. Unter ihnen besonders erwähnenswert sind Illuminaten, zuvörderst niedrigen Grades im achtzehnten Jahrhundert in Deutschland, die für eine kurze Zeit einen Geheimorden gründeten. Ein Illuminat als Literat trat auf. Ich kann ihn ein Vergissmeinnichtbarde nennen. Die aufgeklärten Illuminaten schreiben: schriftliche Ausfertigungen zu einem gegebenen Thema, Protokolle (quibus licet) in Heften, die höhere Illuminaten stellen die sogenannten Reprochen-Zettel mit Bewertung jener Hefte aus.
Seite von 3
Kommentare (0)