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Kurzgeschichten > Märchen

Der Feldgeist

von Simon Käßheimer >>

Es gab einst ein brach liegendes Feld nahe Lotringen im Elsass. Das lag brach weil man sich
unter den Bewohnern der nahen Gegend erzählte das es dort einen Geist gäbe den Feldgeist
der dort nichts wachsen oder gedeihen liesse.
Lange Jahre lag das gute Feld brach bis ein neu zugezogener Bauer der nicht um den
Feldgeist wusste es kaufte und begann es zu bestellen. Er pflügte und eggte es und sääete
Mais im Frühjahr wie in der Gegend üblich, doch statt Mais wuchs dort im Herbst nur Gras,
das stand bald hoch wie Mais auf dem Feld. Die andern Bauern sagten als sie das Gras auf
dem Feld sahen: „Das war der Feldgeist, er hat die Maissaat in Grassamen verwandelt“.
Doch der junge Bauer war schlauer, er erkannte das auf dem jahrelang unbestellten Feld, das
lange nicht geeggt und gepflügt worden war, die Flugsamen von Jahrzehnten gelegen hatte
und so die Maissaat zwischen all den Gras-, Löwenzahn-, Mohn- und Butterblumensamen
keine Chance zum aufgehen gehabt hatte und deshalb verschwunden war und verschollen
blieb unter all dem hohen Gras auf seinem Feld.
Der junge Bauer gab aber nicht auf, er pflügte das Feld mit all dem Gras ein weiteres mal und
steckte dann Kartoffeln auf dem ganzen Feld. Als dann der Herbst kam lagen überall auf dem
Feld Kartoffelgroße Steine, Rheinkiesel genannt, die sahen die Bauern und sagten:
„Das hat der Feldgeist getan, er hat die Kartoffeln in Steine verwandelt und sie über dem Feld
verteilt“.
Der junge Bauer allerdings glaubte auch dieses mal nicht dem dummen Geschwätz der andern
Bauern, den er wusste das nur der starke Regen des Jahres allein die Steine aus dem Feld
gewaschen und die Kartoffeln die gesteckt waren
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