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TOPP, die Wette – Wie es begann...16
von Ingrid >>
Was dachte er da überhaupt? War er denn verrückt geworden? Er als Vater? Das war vollkommen absurd, und dann auch noch mit dieser Tussi, die ihn so aufbrachte... Wieder verspürte Chris dieses seltsame unbekannte Gefühl, es war eine Mischung aus Zorn und aus Bedauern. Er hasste das Gefühl, es war ihm fremd, er fand es lästig, und er wollte es loswerden. Es machte ihn grüblerisch und dazu auch noch impotent.
Und zu allem Überfluss tauchte auf einmal in seinem Kopf ein Bild auf: Er sah sich selber neben Irma gehen, und tatsächlich trug er ein Kind auf dem Arm. Ein hübsches Kind, und Irma sah auch sehr hübsch aus. Sie lächelte ihn an, aber dann griff sie sich plötzlich an ihr Herz. Sie schaute ihn schreckerfüllt an, keuchte – und sank leblos zu Boden, während er hilflos zusah... Und er hörte wieder diese Stimme: Wenn er nicht gewesen wäre, dann würde sie noch leben. Wenn er nicht gewesen wäre, dann würde sie noch leben. Wenn er nicht gewesen wäre, dann würde sie noch leben...
Chris schüttelte heftig den Kopf und zuckte automatisch zusammen, denn das Kopfschütteln tat weh. Ach du lieber Himmel, jetzt fing er wirklich an, durchzudrehen. Er träumte diesen Traum schon seit langer Zeit in allen möglichen Variationen, und jetzt hatte er dem Traum einen neuen Ablauf gegeben und auch ein neues Gesicht, nämlich Irmas Gesicht. Bisher war es das Gesicht seiner Mutter gewesen, die er nie kennen gelernt hatte und von der nur uralte Fotos existierten. Er verstand ihn nicht, diesen Traum, und was hatte Irma damit zu tun? Das war doch vollkommen irrational! Er musste sie aus seinem Kopf bekommen. Er musste sich davon überzeugen, dass sie genauso wie alle anderen Frauen war und dass sie beim zweiten Treffen nicht das halten konnte, was sie beim |
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