Kurzgeschichten > Liebe |
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„Natürlich muss es so ausgesehen haben, als ob ich... Aber das kann sie doch nicht glauben!“
„Sie will dich nicht mehr sehen. Sie will hier bleiben, sie könnte dich in der Stadt treffen, davor hat sie Angst. Sie könnte dich mit dieser Frau treffen und mit ihrem Sohn.“ Martina wunderte sich nicht darüber, dass sie ihn einfach duzte.
„Das ist doch Quatsch! Ich habe ihr verboten, jemals wieder auf Sichtweite an mich heranzukommen. Und falls doch...“
Martina konnte in seinen Augen die versteckte Drohung erkennen, und sie fühlte sich erleichtert. Er war absolut in Irma verliebt, und sie glaubte das, was er sagte. Aber ob Irma ihm auch glauben würde? Sie hoffte es so sehr.
„Aber jetzt will ich wissen, wie es ihr geht? Es geht ihr doch gut. Und dem Kind geht es auch gut? Sag’ es mir bitte!“ Chris’ Stimme zitterte. „Und wo ist sie? Ich möchte sie sehen...“
Martina erzählte ihm, was passiert war und auch wo Irma sich gerade befand. „Sie ist ziemlich durcheinander. Sie macht sich selber Vorwürfe, und sie hasst den Gedanken an dich. Aber du musst es natürlich versuchen...“
„Wenn ich Glück habe, werden wir beide bald richtig miteinander verwandt sein“, er lächelte, doch sein Lächeln wirkte schmerzlich. „Aber ich muss schon verdammt viel Glück haben...“
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Innerhalb von zwei Tagen war es kalt geworden, teilweise lag sogar Schnee auf den Feldern, und Irma fror ein wenig.
Sie hatte gewusst, dass er kommen würde. Irgendetwas in ihr hatte es gewusst, sie hatte es gefürchtet aber auch herbeigesehnt. Sie spürte ihn förmlich, als sie auf dem großen, nun kahlen Acker stand, auf dem sie auch als Kind schon spazieren gegangen war. Langsam drehte sie sich um.
Er kam zögernd näher, und sie hielt es fast nicht aus, ihn zu |
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