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Der Eremit und die Lust der Einsamkeit
von Georg Ettlin >>
Das Glück des Eremiten besteht darin,
keine Freunde haben zu müssen.
Der Eremit muss sich nicht lebenslang
daran gewönen, ein Mensch zu sein.
Der Eremit kann ungestört seinem
"inneren Freund" lauschen,
schweigt dieser,
kann er ein Liedchen pfeifen und
sich dort kratzen,
wo Nichteremiten
sich nicht zu Kratzen
getrauen.
Es gibt keine Eremiten mehr,
weil sie
beständig Besuch
kriegen.
Das Eremitenleben ist
heute nicht mehr gratis.
Achtung:
In Irrenhäusern sind
Eremiten
nie
allein.
Doch ist dem Eremiten
EINES
peinlich :
Niemand
macht
dem Eremiten
den
selbstgebauten
Sargdeckel
zu.
***
c/G.E.
21. Februar 2013 |
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