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Kurzgeschichten > Gesellschaftskritisches
Es scheint, wie erwähnt, dass sich das Hirn bereits Erlebtes, eine Ermangelung, wieder runterlädt und dieses Programm wieder laufen lässt. Das Resilienzprogramm. Jetzt in der Corona-Affäre fällt auch die oben erwähnte «Metro», das Bahnfahren, weg, und ich bin zuhause in der Heimtelearbeit auf mich allein gestellt. Auch das habe ich ja bereits während fast fünf Jahren erlebt: das Büro im Erdgeschoss und die Wohnung im ersten Stock; jeden Tag trennten mich nur 20 Treppenstufen von Privatleben und Arbeit.

Was will ich sagen damit? Ich weiss es selbst nicht. Doch vielleicht. Es ist zu hoffen, dass Menschen verstehen, wie es sogenannt «sozial Schwachen», ich bevorzuge den Ausdruck «wirtschaftlich Schwache», tagtäglich und jahrein- und jahraus ergeht, wenn man den Beizenbesuch (der jetzt ja gar nicht mal möglich ist) sich vom Mund absparen muss, sich Bekannte und KollegInnen von einem verabschieden, wie wenn man eine ansteckende Krankheit hätte. Sozialhilfebezug macht einsam. Der Bewegungsradius wird kleiner. Nun bedroht die ansteckende Krankheit, das Virus, uns alle. Und alle erleben das auf ihre Weise und zeitgleich, müssen da durch. Alle sind im gleichen Film von «Tentin Quarantino». Physical Distancing, nicht Social. Umsomehr müssen wir als Gesellschaft zusammenhalten und das durchstehen.

Was will ich damit sagen? Ich weiss es selbst nicht. Doch, vielleicht.
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