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Keine Panik
von Cornelia Studer >>
Keine Panik
Und da ging ich über einen gläsernen Laufsteg der wie eine Brücke von der einen Kraterwand zur anderen lief, wohlgemerkt der Steg war verlief nicht direkt über den Krater, sondern er war auf halber Höhe in diesen eingesenkt, er begann in einer künstlichen Höhlung und er hörte auch in solch einer auf, unter einem konnte man das brodelnde grüne Wasser sehen. Neben mir stand der Panikmacher und sagte, gleich wird das Wasser sich zu Lava wandeln und der Vulkan wird ausbrechen. Ich wusste, wenn der Steg voller Menschen gewesen wäre, wäre es zur Katastrophe gekommen, nicht weil der Vulkan ausgebrochen wäre, sondern weil der Panikmacher die Menschenmenge so angestachelt hätte, dass sie zur sich selbst überkochenden Masse geworden wäre, ein Massaker aus Stossen, Trampeln und Ellenbogengefechten wäre los gegangen. Aber da ich alleine mit ihm auf der Brücke war, blieb ich gelassen und meinte Neckisch: Willst du mal runter hüpfen und Baden gehen?»
19. Oktober 2017 |
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